Seniorenakademie Heidenheim
Herzlich Willkommen!

Herzlich Willkommen!
Nach dem Ende des Kalten Krieges herrschte im Westen große Euphorie.
Die Möglichkeit schien gegeben, dass die zukünftige Welt durch einen „ewigen Frieden“ (Kant) – zumindest zwischen den Weltmächten- bestimmt sein könnte. Der westliche Liberalismus sei der Sieger im Wettkampf der Systeme und werde das Leitbild auch für rückständige Länder sein.
2026 – nur 30 Jahre später – herrscht große Ernüchterung und viele Menschen sind verängstigt angesichts der sich häufenden internationalen Krisen. Die Welt, die wir kannten, gibt es nicht mehr.
Wir erleben eine Welt, in der mehr und mehr das Völkerrecht gebrochen wird. Internationale Regeln, die den Frieden gesichert haben, werden leichtfertig übergangen, internationale Organisationen (UN, Welthandelsorganisation) bewusst geschwächt. Die regelbasierte internationale Ordnung verliert an Geltung.
Wir erleben eine Welt, in der wieder Krieg als legitimes Mittel die Strategien auch von Großmächten bestimmt. Droht der Welt sogar ein Krieg zwischen den Großmächten?
Im Zentrum des Vortrags werden die Ursachen und die Merkmale der neuen Welt-Unordnung stehen. Warum verlieren die USA die Fähigkeit,die Weltordnung zu bestimmen? Was kommt danach?
Wie erklärt sich der Aufstieg der neuen Machtzentren (BRICS-Staaten)? Welche neuen globalen Risiken sind entstanden (Cyber-Macht, Ressourcen-Knappheit, Klimawandel, Handelskonflikte, Lieferkettenprobleme).
Durch Analyse der aktuellen internationalen Brennpunkte (Ukrainekrieg, Nahostkonflikt, Irankrieg, Taiwankonflikt) wird die „neue Welt-Unordnung“ veranschaulicht.
Die internationale Situation erinnert an die Lage vor dem 1.Weltkrieg. Rivalisierende Großmächte betrieben damals eine engstirnige nationale Politik. Haben wir es bei den Akteuren wieder mit „Schlafwandlern“ (Christopher Clark) zu tun, die die Risiken ihres Handels nicht erfassen?
Für Europa (und Deutschland) stellt sich die Frage, welche Rolle die EU international spielen wird. Schafft sie es, zu einem eigenständigen Machtpol zu werden oder lässt sie sich in die Rolle des Zuschauers drängen?